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| Der gesunde Knorpel hat vor allem eine Pufferfunktion zwischen zwei aufeinander liegenden Gelenkanteilen. Daher ist die Knorpelschicht an Stellen großer Belastung dicker. Der Knorpel selbst ist nicht durchblutet, sondern wird über die umgebende Gelenkflüssigkeit ernährt. Knorpelschäden rücken immer mehr in den Mittelpunkt von Gelenkerkrankungen, da sie die Leistungsfähigkeit von Sportlern und älteren Menschen deutlich limitieren. Sie können prinzipiell in jedem Alter auftreten und unterschiedliche Ursachen haben. Bei Erwachsenen im fortgeschrittenen Alter handelt es sich um eine Verschleißerscheinung. Die Ursache dabei ist der Knorpelschwund, auch als Arthrose bezeichnet. Verstärkte und verfrühte Abnutzung kann nach Knochenbrüchen im Gelenk, bei Instabilität (z.B. alter Kreuzbandriss) oder bei Fehlstellungen ( O-Beine) auftreten. Im jugendlichen Alter treten Knorpelschäden nach Unfällen auf wie z.B. als Begleitverletzung bei Kreuzbandriss oder Kniescheibenluxation. Es gibt jedoch auch ein lokales Absterben und Ablösen von Knorpel ohne erkennbare Ursache, hauptsächlich Sprunggelenk, Knie und Ellbogen (Osteochondrosis dissecans). Da sich Knorpelzellen beim Erwachsenen nicht mehr von selbst erneuern und Knorpelschäden weit verbreitet sind, wird auf diesem Gebiet heute sehr viel Forschung betrieben und neue Behandlungsmethoden entwickelt. |
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| Es gibt sehr viele therapeutische Möglichkeiten. Die einseitige, unvollständige Berichterstattung in den Medien führt oft zu Verunsicherung in der Bevölkerung. Je nach Alter des betroffenen Patienten sowie nach Entstehungsursache sind die Behandlungsformen unterschiedlich. Die Therapie richtet sich dabei nach Lokalisation, Schweregrad und Größe des betroffenen Areals und den daraus resultierenden Beschwerden. Einbezogen werden auch der Aktivitätsgrad, das Alter und der sportliche Anspruch des Betroffenen. An operativen Möglichkeiten gibt es je nach individuellem Fall:
Wird bei der Operation versucht den Knorpel zu erhalten darf diese Stelle zunächst keine Belastung erfahren. Nach der Operation muss das betroffene Bein für 6 Wochen mit Stützkrücken entlastet werden, wobei der Zeitraum vom gewählten Verfahren abhängig ist. Dabei ist in den meisten Fällen eine freie Beweglichkeit erlaubt. Nur bei Schäden hinter der Kniescheibe wird nach der Operation für 6 Wochen die Beugung limitiert. Mit Bewegungsübungen wird schon am 1. Tag nach der Operation begonnen. Sie bekommen von uns bei der Entlassung ein spezielles und ständig angepasstes Nachbehandlungsschema als Information an den weiterbehandelnden Physiotherapeuten mit nach Hause. |
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